Spielbericht vom 07.04.2019

Handball: Herren siegen zum Saisonfinale, Damen nehmen dem Meister den ersten Punkt ab

Zum letzten Saisonspiel der Bezirksklasse musste die Handballer der HSG Straubing am Samstagabend bei der Reserve des TV Eggenfelden antreten. Gegen den mit vier Spielern aus der zwei Klassen höher spielenden Bezirksoberligamannschaft antretenden Tabellendritten kamen die von Thomas Exner motivierten Straubinger gut aus den Startlöchern und lagen durch schnelle, von Moritz Glöckler abgeschlossene Konter bereits in der zweiten Minute mit 0:3 in Führung. Aber schon in der sechsten Minute war die Straubinger Führung dahin (3:3), beide Mannschaften lieferten sich im Anschluss ein spannendes Spiel mit ständig wechselnden Führungen. Zur Halbzeit hatten sich die HSGler wieder eine zwei Tore-Führung (12:14) erkämpft, die von Eggenfelden binnen vier Minuten der zweiten Halbzeit wieder in einen zwei Tore-Rückstand gedreht wurde. Die Gäubodenstädter gaben jedoch nicht auf und machten den technischen Klassenunterschied durch Einsatz und Kampfkraft mehr als wett. In der 53. Minute gelang Straubing der mehr als verdiente Ausgleich, eine Minute später hatte Straubing erneut das Spiel gedreht und lag mit zwei Toren (22:24) vorne. Bis zum Schluss gelang es den drückend überlegenen Eggenfeldenern nicht mehr diesen Rückstand aufzuholen so dass Straubing die beiden letzten Punkte der Saison mit an die Donau heimnehmen konnte. Bemerkenswert war, dass es dem in der ersten Halbzeit mit acht Toren erfolgreichen Glöckler gelang, in Halbzeit zwei trotz Manndeckung vier weitere Torerfolge für seine Mannschaft zu erzielen.
Es spielten: Matthias Stegemann (Tor), Antonio Stojak, Alexander Marz (3), Lukasz Piotrowski (3), Tobias Zollner, Moritz Glöckler (12), Jakob Heimrich (2), Marco Ruckerbauer (4), Pascal Schrömer, Tobias Hanke (2)

Zum Saisonfinale der Bezirksliga reisten die Gäubodengirls am Sonntag zum feststehenden, bis dahin verlustpunktfreien Meister nach Schrobenhausen. Auch wenn es den Straubingerínnen gelang, dem Meister den einzigen Punkt der Saison abzunehmen, konnte sich niemand über diesen Punktgewinn freuen. Die Schrobenhausenerinnen spielten bis an die Grenzen der Fairness, teilweise auch darüber hinaus, was vom Schiedsrichter wohl anders gesehen wurde. Bei drei verletzten Straubinger Spielerinnen (gebrochener Finger, Kreuzbandriss, Außenbandriss) war es für die Gäste nur bedingt verständlich, dass der Gegner dafür noch nicht einmal eine Zeitstrafe erhält. Nach unverständlicher, dass der um die Gesundheit seiner Spielerinnen fürchtende Straubinger Coach Mirko Wenzel vom Schiedsrichter die „rote Karte“ wegen Meckerns erhielt.
Im Spiel selbst zeigte der Gegner, aus welchem Grund er Meister ist und ging schnell in Führung. Bis zur sechzehnten Minute lag Straubing bereits mit sieben Toren (10:3) zurück und konnte das Ergebnis bis zur Halbzeit (14:7) nicht besser gestalten. Obwohl die HSGlerinnen in der zweiten Spielhälfte auf Grund der Verletzungen keine Wechselmöglichkeiten mehr hatten spielten die Gäubodengirls dennoch wie ausgewechselt und konnten in der 54. Minute mehr als verdient ausgleichen (17:17). Es gelang den Gastgeberinnen zwar nochmal einen zwei Tore-Vorsprung zu erzielen, jedoch gelang es Karin Becher-Flury zehn Sekunden vor Schluss mit ihrem siebten Treffer den hochverdienten Ausgleich für die Gäubodenstädterinnen zu erzielen. Bei der Schwere der Verletzungen der Straubinger Spielerinnen hätte die Mannschaft sicher gerne auf diesen Punkt verzichtet, wenn dafür alle Akteure die Rückfahrt gesund angetreten hätten.
Straubing beendete damit die erste Saison in der Bezirksliga erfolgreich mit einem für einen Aufsteiger hervorragenden vierten Tabellenplatz.
Es spielten: Verena Scholtis (Tor), Nadia Tröger (7), Svenja Schlenk, Anke Zollner, Swantje Mühlhause, Karin Becher-Flury (7), Julia Woitala (3), Josepha Koch, Saskia Tiedtke (2)

Weiter geht es im Straubinger Handball mit dem traditionellen Volksfestturnier im August.