Spielbericht vom 08.12.19

Siegesserie reißt zu Hause

Unnötige Niederlage für Herren und Damen der HSG Straubing

Mit zwei Siegen im Rücken hatten sich die Herren der HSG Straubing für das Heimspiel gegen den VfL Waldkraiburg II einiges vorgenommen. Zu Beginn der Partie gelang den Straubinger Handballern aber nur wenig. Im Angriff zeigte man Unsicherheiten sowohl im Passspiel als auch beim Torabschluss und in der Defensive konnte man der schnellen Spielweise der Gäste, die immer wieder das schwache Rückzugsverhalten der HSGler ausnutzten, nicht viel entgegensetzen. Durch einen kleinen Zwischenspurt glich man das Spiel in der 12. Minute zwar kurz aus (6:6), zeigte aber im Anschluss dieselben Schwächen wie zuvor. Mit einem 0:4 Lauf aus Straubinger Sicht zogen die Gäste innerhalb von fünf Minuten wieder auf 6:10 davon. Diesen Rückstand verkleinerten die Straubinger bis zum Pausenpfiff nur noch unwesentlich (12:15). Nach einer entsprechenden Halbzeitansprache starteten die HSGler gut in die zweite Halbzeit. Stück für Stück verringerte man den Abstand und glich in der 42. Minute sogar aus (23:23). Wenige Minuten später lag man sogar mit 25:23 in Führung und die Partie schien zugunsten der HSG zu kippen. In der abschließenden Viertelstunde konnten die Straubinger ihr Niveau allerdings nicht mehr aufrechterhalten und der VfL Waldkraiburg II übernahm wieder die Kontrolle über das Spiel. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Gäste die Partie wieder gedreht und ließen sich den Sieg bis zum Spielende auch nicht mehr aus der Hand nehmen (30:34). Mit einer konstanteren Leistung über 60 Minuten, vor allem in der Defensive, wäre eine Punktgewinn für die Herren der HSG durchaus möglich gewesen.  

Es spielten: Johannes Spielbauer, Matthias Stegemann (Tor), Alexander Marz (2), Lukasz Piotrowski (1), Phillipe Hegedüs, Tobias Zollner (1), Moritz Glöckler (7), Jakob Heimrich (4), Dominik Scholtis (3), Maximilian Breitkreuz (6), Marko Ruckerbauer (1), Marko Puskaric (5), Adam Czekala.

In vorweihnachtlicher Schenklaune zeigte sich die Damenmannschaft der HSG Straubing bei ihrem Heimspiel gegen Neufahrn-Freising. Das Team aus dem Gäuboden hatte bereits Lunte auf einen Sieg gerochen, als man gegen den starken Gegner aus Neufahrn-Freising direkt zu Beginn immer wieder in Führung gehen konnte und ebenfalls diese bis zur 22 Minute ausbauen und halten konnte.

Straubing hatte grundsätzlich in der ersten Halbzeit das Spiel und den Gegner im Griff und zeigte in Abwehr und Angriff eine konzentrierte Leistung. Dass Freising bis zum Seitenwechsel zwar noch mit 2 Toren in Führung gehen konnte, war ärgerlich aber noch kein Grund zur Besorgnis, zumal die HSG auch nach Wiederanpfiff sofort wieder ihren Rhythmus fand und den Vorsprung von Freising wieder wettmachen konnte. Die erfreulich zahlreichen Fans auf der Tribüne gaben alles um die Gastgeberinnen zu pushen- so verlief die zweite Halbzeit spannend – keine Mannschaft konnte sich von der anderen absetzen. Die Tore fielen auf beiden Seiten gleichermaßen. Doch was dann folgte, ist tatsächlich nicht zu erklären: Nicht einmal 8 Minuten vor dem Abpfiff war nach einem kurzen aber kraterreißenden, kollektiven Blackout aus der zuvor so stark gezeigten Abwehrleistung und dem kreativen Angriffsspiel ein heilloses Durcheinander entstanden. Zu unruhig, zu ungenau, zu schnell zu viel gewollt und so kam es wie es kommen musste: Das Remis war auf einmal dahin – Freising führte 2 Minuten vor Abpfiff mit einem Tor und konnte letztlich 20 Sekunden vor Spielende den Sieg mit 22:24 beschließen.

Es spielten: Verena Scholtis (Tor), Nadia Tröger (7), Svenja Schlenk, Schütz Julia (1), Juliane Zwickenpflug (1), Veronika Unzner (1), Swantje Mühlhause, Karin Becher-Flury (6), Julia Woitala (4), Kristina Schuch (3).