Straubinger Handball Herren warten weiter auf ersten Saisonsieg

Veröffentlicht von Jakob Heimrich am

Damen unterliegen in dramatischen Spiel gegen Freising/Neufahrn II

Am vergangenen Samstag reisten die Herren der HSG Straubing zu der bisher ungeschlagenen Mannschaft des ETSV Landshut 09. Gegen die oberligaerfahrenen Landshuter hatten die Straubinger keine Chance. Mit 39:21 setzte es die bisher deutlichste Niederlage der Saison, sodass die Herren der HSG auch nach dem vierten Spiel weiter auf den ersten Erfolg in der Bezirksliga warten müssen.

Angesichts des Saisonverlaufs beider Mannschaften gingen die HSGler mit einer gehörigen Portion Respekt und Angst vor der bekannt harten Spielweise der Hausherren in die Partie. Trotzdem gelang den Straubingern ein guter Start. Die ersten Spielminuten verliefen ausgeglichen (3:3, 9. Spielminute). Mit einem 5:0 Lauf innerhalb von nur 5 Minuten zog der ETSV bereits vorentscheidend auf 8:3 davon. Diesen Vorsprung verwalteten die Hausherren bis zum Pausenpfiff. Mit einem 15:10 Rückstand für die HSGler ging es in die Kabinen.

Obwohl man zur Halbzeit deutlich zurücklag, machten sich die Straubinger durchaus Hoffnungen an diesem Samstag die ersten Punkte mit nach Hause zu nehmen. Ohnehin ist die 2. Spielhälfte in der Regel die Stärke der HSGler. Entsprechend motiviert und ambitioniert kam man aus der Pause. Auf der Platte merkten die Zuschauer und auch die Spieler selbst davon aber nichts. Fast komplett ohne Gegenwehr ergaben sich die Herren der HSG ihrem Schicksal. Vor allem in der Abwehr lud man die Gegenspieler immer wieder ohne Widerstand zu besten Wurfmöglichkeiten ein, welche die Landshuter eiskalt ausnutzten. Schon in der 40. Spielminute hatten die Hausherren ihren Vorsprung auf 10 Tore verdoppelt (24:14, 40. Spielminute). In der Folge war auch der letzte Kampfgeist der Straubinger gebrochen und die Hausherren konnten bis zum Spielende schalten und walten, wie sie wollten. Trotz zahlreicher Überzahlsituationen wegen etlicher Zeitstrafen, konnte die Straubinger Abwehr den Landshuter Angriff nicht stoppen. Auch in teilweise doppelter Überzahl kamen die Hausherren immer wieder frei zum Wurf. Die Straubinger Torhüter wurden von ihrer Abwehr regelrecht im Stich gelassen. Neben der mangelnde Gegenwehr in der Abwehr ist an diesem Samstagabend vor allem die mangelhafte Chancenverwertung im Angriff zu kritisieren. Die teilweise vernünftig ausgespielten Überzahlsituationen wurden reihenweise kläglich vergeben. Am Ende stand eine auch in der Höhe verdiente 39:21 Niederlage.

Angesichts dieser deftigen Pleite traten Spieler und Trainer enttäuscht und ratlos die Heimreise an. Wenn die Straubinger in dieser Saison überhaupt einmal punkten wollen, gilt es sich nach diesem Spiel eigentlich in allen Bereichen zu verbessern. Mit derart blutlosen Auftritten wird es auch in den kommenden Partien nichts zu holen geben.

Es spielten: Johannes Spielbauer und Aurelius Reißmüller (Tor), Alexander Marz, Maximilian Breitkreutz (1), Markus Eckl, Andreas Müller, Moritz Glöckler (12), Jakob Heimrich (6), Dominik Scholtis (1), Konstantin Geißl, Sebastian Brammer (1).

Am Sonntag mussten die HSG-Damen bei ihrem ersten Auswärtsauftritt der Saison eine bittere Niederlage einstecken. Bei der HSG Freising/Neufahrn II begegnete man in eisiger Halle einem direkten Tabellennachbarn. Dementsprechend eng gestaltete sich auch das gesamte Spiel, wobei die Gastgeberinnen den etwas besseren Start erwischten. Jedoch fingen sich die Straubingerinnen nach einigen technischen Fehlern im Verlauf der ersten Halbzeit und konnten einen 2 Tore-Rückstand bis zur Pause zu einer 11:10-Führung drehen.

In der zweiten Hälfte ging es ebenso eng weiter, bis sich die HSG-lerinnen beim Stand von 14:14 einen kurzen Durchhänger leisteten und mit drei Toren ins Hintertreffen gerieten (17:14, 43.). Daraufhin zeigte das Team noch einmal Kampfgeist, machte sich das Leben aber mit mehreren Strafen selbst schwer. Kurz vor Schluss kamen die Straubingerinnen dann zwar noch zum 23:22-Anschlusstreffer, aber die Gastgeberinnen spielten die letzten Sekunden clever herunter, sodass es keine Möglichkeit mehr zum Ausgleich gab.

 
Es spielten: Svenja Schlenk (Tor); Ekin Ince, Julia Schütz (3), Erolina Basholli, Veronika Unzner (1), Laura Schultze, Karin Becher-Flury (4), Kristina Schuch (7), Verena Gröbl (1/1), Michelle Gschlößl (1), Lisa Weber, Katharina Dietz (5/1); Trainer: Mirko Wenzel, Moritz Glöckler.

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